... ist ein kleines Dorf im Nordosten Brasiliens, 120 km von Fortaleza entfernt im Bundesstaat Ceará. Herrliche Strände voller Palmen, Sanddünen und Süßwasseranlagen säumen die knapp 560 km lange Küste Cearás. Hier verbringt die Jugend der Hauptstadt Fortalezas chillige Wochenenden. In den Dörfern an der Küste betreiben Spitzenklöpplerinnen und Stickerinnen noch immer ihr traditionelles Handwerk.
Auf einer Fläche von 145.693 km² leben etwa 6,5 Mio. Menschen. Viehzucht und Baumwollanbau bilden die hauptsächlichen Wirtschaftszweige des Bezirkes. Neben Bananen, Kokospalmen, Bohnen und Mais ist hier der Cajúbaum zu Hause. Die auch bei uns als Cashewkerne bekannten Nüsse sind ein wichtiger Exportartikel der Region.
Ceará war der erste Bundesstaat Brasiliens, der die hier ohnehin nicht sehr ausgeprägte Sklaverei abschaffte. Die Bevölkerung besteht heute aus "Morenos" und "Mulatos" (Nachkommen von Weißen und Schwarzen) und "Caboclos" (Nachkommen von Weißen und Indianern).
Das Besondere an Parajuru ist das einzigartige brasilianisch - österreichische Sozialprojekt, welches man dort im Zuge seines Urlaubes unterstützt!
Das Hotel Paraiso do Sol hat eine integrierte Hotelfachschule, welche einheimischen Jugendlichen und Erwachsenen eine kostenlose, 2-jährige Ausbildung in Tourismusberufen bietet. Die Schüler lernen neben praktischen Tätigkeiten, wie Servieren, Kochen, Zimmerreinigung, Gartengestaltung, Rezeptionstechnik, Buchhaltung und Animation auch Deutsch, Englisch und Mathematik. Der Praxisunterricht findet im Hotel Paraiso do Sol statt.
Heute besteht der Großteil des Teams bereits aus ehemaligen Schülern, die den 1. Lehrgang im Jahr 2008 erfolgreich abgeschlossen haben. Im Zuge der Ausbildung hatten die Schüler auch die Möglichkeit für 3 Monate nach Österreich zu reisen und im Partnerhotel "Kinderhotel Appelhof" Erfahrungen zu sammeln.
VISIONEN:
Das Paraiso do Sol sollte, neben Handel mit Immobilien, eine langfristige Einnahmequelle für die finanzielle Absicherung der Sozialprojekte bieten. Mit der Ausbildung von jungen Leuten der Region sollen nicht nur deren Chancen auf besser dotierte Arbeitsplätze steigen, sondern auch Parajuru selbst profitieren. Die Einwohner sollen die Gestaltung und Entwicklung selbst in die Hand nehmen. Künftig sollen die Schulabgänger ihre eigenen Unternehmen gründen können. Gerne werden sie mit Hilfe von Start-ups auf ihrem Weg begleitet.
Denn Parajuru soll zu keinem Tourismusort werden, in dem es nur noch ausländische Eigentümer gibt und Einheimische ausschließlich die Rolle von billigen Arbeitskräften übernehmen können.
Eigentümer des Paraiso do Sol ist eine Aktiengesellschaft, von der man Aktien erwerben kann. Investoren sollen nicht nur die Entwicklung der Region fördern, sondern auch am Gewinn beteiligt sein. Eine Hälfte geht an das Sozialprojekt, die andere Hälfte an die Investoren. Eine Win-Win Situation für alle Beteiligten - das ist die Vision von Parajuru.